Alkohol senkt Spiegel von IGF-1

Klar ist, je mehr Alkohol jemand konsumiert, desto ausgezehrter wirkt der Körper (am deutlichsten bei Alkoholikern). Interessanter ist für Kraftsportler jedoch die Frage, ob ein gelegentlicher Alkoholkonsum sich negativ auf das Muskelwachstum auswirkt. Forscher der Penn State Universität führten zu dieser Fragestellung eine Studie durch [1]. Die Muskelproteinsynthese und der Eiweißabbau wurden in vierstündigen Abschnitten, insgesamt 72 Stunden lang, nach dem Genuss mehrerer Drinks gemessen (entsprechend einem übermäßigen Alkoholkonsum eines Abends).

Wichtigste Ergebnisse: Ein einmalig exzessiver Alkoholkonsum kann die Proteinaufbauvorgänge in der Muskulatur um bis zu 20% hemmen. Außerdem fanden die Wissenschaftler, dass Alkohol die IGF-1-Konzentrationen im Blut senkt und auch dessen Effekte auf die Skelettmuskelzellen hemmt. Das in der Leber gebildete IGF-1 (insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1) gilt als der Vermittler der anabolen Wirkungen von Wachstumshormon. Die proteinaufbauende Wirkung dieser Substanz gilt als sehr stark, weshalb die Nachfrage seitens der Sportler nach synthetisch hergestelltem IGF-1 sehr groß ist.

Schlussfolgerung: Ein gelegentliches Gläschen ist sicherlich vertretbar, ein exzessiver Alkoholgenuss führt über mehrere Mechanismen zu einer Beeinträchtigung der Proteinsynthese in der Muskulatur und beeinflusst dadurch langfristig die Fortschritte im Training negativ.


[1] Hong-Brown LQ, Frost RA, et al. Ethanol decreases protein synthesis, but not breakdown in cultured skeletal muscle cells. FASEBJ 2001;15(4):a631.16.

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